Review: J.J. Cale – STAY AROUND

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Review: J.J. Cale – STAY AROUND

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JJ Cale Stay Around

Ein letztes Ausrufezeichen.

J.J. Cale war der „unsichtbare Rie­se“ unter den amerikanischen Singer/Songwritern, ein Voll­blut­musiker, der ein Leben und Wir­ken in Abgeschiedenheit genoss, während ein Hochkaräter wie Eric Clapton mit seinen Kompositionen wie etwa ›After Mid­night‹ oder ›Cocaine‹ bereits in den 70er-Jahren Welthits hatte. Genau zehn Jahre nach seinem letzten Album, ROLL ON, und sechs Jahre nach seinem plötzlichen Tod, versammelt STAY AROUND nun 15 Songs, die damals Studio-Out­takes waren, allerdings beileibe nicht so klingen. Ganz im Gegenteil: Anders als auf so manchem Album zu Lebzeiten zeigt sich Cale mit diesen Liedern von seiner zugänglichen, ja, versöhnlichen Seite. Zusammengestellt von seiner Witwe Christine Lakeland und seinem langjährigen Vertrauten und Manager Mike Kappus, wurde hier – des „Cale-Faktors“ wegen – dankenswerterweise weitestgehend darauf verzichtet, an den Songs nachträglich herumzubasteln. Deshalb klingen die von Cale oft allein eingespielten und auch selbst abgemischten Lieder zumeist erfreulich naturbelassen, aber dennoch nie unfertig, und spiegeln ein letztes Mal all das wider, was den empfindsamen Virtuosen aus Oklahoma zeitlebens ausgezeichnet hat: Sein wunderbar ökonomisches Gitarrenspiel, seine unterschwelligen Grooves, sein tiefenentspanntes Auftreten und ein spezieller Sound, der zwischen Blues, Jazz und Cajun genauso unverwechselbar wie einzigartig war – und noch im­­mer ist.

8/10

J.J. Cale
STAY AROUND
BECAUSE MUSIC/UNIVERSAL

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